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Leitfaden des Runden Tisches

 

 

 Der

Runde Tisch
zur Sucht- und Drogenprävention (RTSDP)

Gemeindenahe Prävention in St. Peter-Ording

  

 ist eine Einrichtung der Gemeinde Sankt Peter-Ording und

arbeitet ehrenamtlich im Auftrage des

Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport (AJKBS)

und der Gemeindevertretung

 

 

Die Tätigkeit des Runden Tisches soll verstanden werden als Teil einer stetigen Gesundheits- und Sozialpolitik.

 

Angestrebt werden soll eine Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention, in deren Fokus Kinder und Jugendliche vor Ort sind.

 

Die verschiedenartigen Maßnahmen und Projekte stehen unter dem Motto:

 

Lust auf Leben!

 

 

Leitlinien für die Präventionsarbeit in Sankt Peter-Ording

 

auf der Grundlage des Leitfadens der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention i.d.F. vom 30. November 2005

„Impulse für das Kommunale Präventionsmanagement – Erkenntnisse und Empfehlungen zu Organisation und Arbeit kriminalpräventiver Gremien auf kommunaler Ebene“

 

Es gibt keine idealtypische Organisationsform, doch grundlegende Strukturprinzipien sind: 

  1. Ressortübergreifender Ansatz
  2. Bürgerbeteiligung/Öffentlichkeit
  3. „Bürgermeisterpflicht“

 

Querschnittsaufgabe – Vernetzung vorhandener Ressourcen

 

Ziele des Kooperationsansatzes:

  • Einbindung vielfältigen Sachverstandes
  • Koordination und Kommunikation zwischen den Akteuren
  • Ausschöpfung von Synergiepotenzialen
  • Partizipationsmöglichkeit der „Bürgerinnen und Bürger“

 

Mit der Komplexität der Präventionsaufgabe wächst die Notwendigkeit einer ressort- und akteursübergreifenden Koordination. Es gilt dabei, die Interessen, Einschränkungen und Handlungslogiken verschiedener Akteure miteinander in Einklang zu bringen. Rahmenbedingungen und Instrumente für eine effektive Koordination müssen zur Verfügung stehen.

  

Prävention auf kommunaler Ebene braucht bürgerliches Engagement.

Oder:

Bürgerbeteiligung ist ein Merkmal kommunaler Prävention.

 

Dazu gehört außerdem eine aktive Öffentlichkeitsarbeit (Zusammenarbeit mit der lokalen Presse, u.a. Treffen mit führenden Lokalredakteuren auf Leitungsebene). Diese kann den Bekanntheitsgrad steigern und vor allem die Akzeptanz kommunalpräventiver Arbeit fördern.

 

Für die Präventionsarbeit sollte eine hohe personelle Repräsentanz im Verwaltungsaufbau gegeben sein nach dem Motto „Prävention ist Bürgermeisterpflicht“.

Vor einer Institutionalisierung eines Präventionsgremiums sollte geklärt sein, ob

  • im Bereich der Prävention kommunaler Handlungsbedarf gegeben ist, der in einem solchen Gremium behandelt und einer Lösung zugeführt werden kann
  • die Aussicht besteht, dass die erkannten Probleme durch themengerichtete Koordination und Zusammenarbeit besser als bisher gelöst werden können.

 

Es ist auf der Grundlage des Handlungsbedarfes ein Konzept zu entwickeln, in welchem die prioritären Ziele und Tätigkeitsschwerpunkte aller Beteiligten festgelegt werden.

 

Aufgaben des RTSDP sind im Wesentlichen

  1. die Zusammenführung der an der Präventionsarbeit Beteiligten zwecks gegenseitiger Information und Beratung
  2. die Anregung zu sowie die Unterstützung und Durchführung von Maßnahmen und Veranstaltungen im Rahmen der Präventionsarbeit gegen Rauchen, Alkohol, illegale Drogen, Tablettensucht und andere mögliche Suchtmittel und durch Gefährdungen anderer Art
  3. die Kräftebündelung zugunsten von Synergieeffekten

Als primäre Präventionsstrategien gelten solche Maßnahmen, deren Ziel die Beeinflussung der tiefer liegenden Ursachen von Suchtverhalten ist.

  • Plakataktion
  • Vortragsveranstaltungen
  • Foto-Wanderausstellung
  • Theaterveranstaltungen
  • Themenbezogene Veranstaltungen
  • Teilnahme an Wettbewerben
  • „JiM’s Bar für St. Peter-Ording“

 

Perspektivische Sichtweise sollte die Schaffung zukunftsverheißender, gedeihlicher Lebensbedingungen sein.

Dabei gilt weiterhin die Tatsache, dass wegen des umfassenden Handlungsansatzes die Wirkungsmöglichkeiten kommunaler Prävention nicht überschätzt werden dürfen und einfache, schnelle Lösungen und Ergebnisse auch nicht zu erwarten sind.

 

Beim Organisationsaufbau des Gremiums ist zu berücksichtigen, dass den ortsspezifischen Rahmenbedingungen und Erfordernissen Rechnung getragen wird und einerseits die Gremienstruktur schlank genug ist, um entscheidungs- und handlungsfähig zu sein – personell begrenzt zusammengesetzte Leitung – sowie andererseits einer möglichst großen Zahl von Institutionen und Personen die Gelegenheit zur Mitarbeit offen ist. Die Einbeziehung von Experten möglichst vielfältiger Professionen verspricht – durch eine gemeinsame interdisziplinäre Beratung – die Entwicklung umfassenderer Lösungsansätze.

 

Von der Struktur her bietet sich eine funktionale Dreiteilung an:

  1. kleines entscheidungsfähiges Führungsgremium
  2. breitere Arbeitsebene, darunter umfassender fachlicher Sachverstand
  3. interessierte Bürgerinnen und Bürger

Für eine kontinuierliche Arbeit des Präventionsgremiums ist Koordination im Sinne einer Geschäftsführung notwendige Voraussetzung.

 

Präventionsarbeit muss in die Kommunalverwaltung integriert sein.

Für die Planungssicherheit ist eine Grundfinanzierung durch die Gemeinde mit einer eigenen Haushaltsposition Bedingung.

Die Präventionsarbeit ist zu evaluieren, damit der Gefahr von Aktionismus und nur symbolischer Prävention begegnet werden kann.

 

Genehmigt durch den RTSDP in seiner 32. Sitzung am 15. November 2007

Genehmigt durch die Gemeindevertretung St. Peter-Ording in ihrer Sitzung am 04. März 2008

Wegen der Verwaltungsstrukturreform an die gegebenen Voraussetzungen – Sankt Peter-Ording als amtsangehörige Gemeinde – bezüglich der Bemerkungen angepasst in der 38. Sitzung des RTSDP am 06. Nov. 2008

 

Redaktionell überarbeitet und für 2012 abgefasst am 14. Januar 2013

 

Hans Jörg Rickert

 

 

 

ERGÄNZUNGEN

 

Feste Tagesordnungspunkte der Plenumssitzungen sind jeweils nach den Regularien

      TOP 3   Aktuelles und Kurzberichte der Teilnehmer

      TOP 4   Berichte aus den Einrichtungen

                  in 2011    Suchtprävention in der Nordseeschule

                               Hort der Gemeinde St. Peter-Ording

                  in 2012    „Pädagogische Insel“ im Rahmen der Schulsozialarbeit

                               Möglichkeiten zur Suchtvorbeugung im Sportverein

 

Umgesetzt worden ist auf Anregung durch den RTSDP

 

Seit 2007        „Kein Alkohol an Kinder und Jugendliche“

Plakataushang bei Veranstaltungen und Gestattungsgenehmigung

 

Seit 2011         Keine Genehmigung für öffentliche Plakataushänge mit Hinweis auf Alkoholausschank bzw. Flatrate-Parties im Bereich des Amtes Eiderstedt

 

 

Hans Jörg Rickert, 14. Jan. 2013